Computerspiele als selbstreferentielle Lernumgebung 3. April 2009
Posted by planetgolm in Computerspielliteralität, Informelles Lernen, Kompetenzerwerb.Tags: Informelles Lernen, Lernen, Lernumgebung, Resümee
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Wie in fast allen Forschungsansätzen, die sich mit der Beziehung von Lern- und Bildungsprozessen im Zusammenhang mit Computerspielen beschäftigen, gibt es auch bei diesem Ansatz kontrovers diskutierte Ergebnisse.
Hans Rudolf Leu vetritt dabei die These, dass die Auseinandersetzung mit Computerspielen Lernprozesse anreget, die primär im Kontext der Spiele selbst verbleiben. Dies zeigte sich in Untersuchungen zu Beginn der 90er Jahre (vgl. [5] und [6]).
“Die Kinder üben so, mit unvollständig verstandenen oder für sie teilweise unklaren Situationen umzugehen, indem sie aus einem großen Spektrum von Vorgaben auswählen und bestimmte Sequenzen mit einem intensiven feinmotorischen Training “einfuchsen”. Eine eigenständige Entwicklung von Handlungsvorstellungen und -zielen ist dabei nicht gefragt. Ebensowenig kommt es dadurch zu einem über pragmatisches Erkunden und Beherrschen hinausgehendem Verstehen [8]“. (weiterlesen…)
Computerspieleunterstütztes Lernen 24. März 2009
Posted by Sandra in Computerspielliteralität, Game based Learning, Informelles Lernen, Kompetenzerwerb, Sozialisation.Tags: Bildung, Games, Informelles Lernen, Lernen, Seminar, Sozialisation, spielen
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Im November 2004 beschäftigte sich Marian Dörk an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg in einer Seminararbeit mit dem Thema des Computerspieleunterstützten Lernens. Der Kritiker mag nun bemängeln, dass es sich lediglich um eine Seminararbeit handelt, doch sind die interessanten Fakten in dieser herausgearbeitet und sie bietet einen guten Überblick und Einstieg zu Spiel, Computerspiel und Lernen im Vergleich und Bezug zueinander. Damit zeigt sie auf, aus welchen Gründen Computerspiele eigentlich als Lerninstrumente fungieren können und welche Elemente sich für eine Einbindung in Lernsoftware, Unterricht und Erziehung - und somit in die Bildung - nutzen liessen.
Computerspiele faszinieren und machen Spass. Sie gelten als Freizeitbeschäftigung, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Viele Forschungen und Fragen beschäftigen sich mit den negativen Auswirkungen von Computerspielen, doch sollten im Hinblick auf Bildung vor allem die positiven untersucht werden. Eine Übertragung der Faszination und des Spassfaktors auf Lernprogramme, die somit zur Bildung genutzt werden können, wäre ein bedeutender Schritt zu einer Weiterentwicklung und Erneuerung der Bildung. Oft wird Computerspielen als sinnlose Tätigkeit abgetan, die Zeit von wertvolleren und wichtigeren Aktivitäten in Anspruch nimmt. Doch betrachtet man die positiven Einflüsse und den engen Bezug zum Spielen im Allgemeinen, so lässt sich erkennen, dass Computerspielen keineswegs nur eine sinnlose Freizeitbeschäftigung ist.
Computerspiele im Deutschunterricht 23. März 2009
Posted by pe2pe in Computerspielliteralität, Kompetenzerwerb, Schulischen Kontexte, Sozialisation.add a comment
Der Einsatz von Computerspielen im Deutschunterricht wird noch immer kontrovers in der Wissenschaft diskutiert. Die Rezeption aber findet langsam Akzeptanz auch in der Fachdidaktik Deutsch. Gerade Adventure-Spiele stehen der Literatur sehr nahe:
In ihm finden spielerische Anteile und sprachliche wie filmische Erzählung zu einer neuen, hybriden Form. Diese Anteile stehen, da sie strukturell heterogen sind, in einem Spannungsverhältnis: Im Adventure ist die Erzählung verbunden mit einem Spiel, dessen Verlauf offen und hypertextuell angelegt ist. Die Verbindung zwischen Spiel und Erzählung stellt der Spieler im Spielprozess selbst her, zentral ist dabei die Schnittstelle im Avatar, der Spielfigur des Spiels, die gleichzeitig Protagonist der Erzählung ist. (weiterlesen…)
Computerspiele als Instanz der informellen Kompetenzförderung 13. Januar 2009
Posted by planetgolm in Computerspielliteralität, Informelles Lernen, Kompetenzerwerb.Tags: Kompetenzen, Lernen, Resümee
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Das alltägliche Spielen von Computerspielen ist in der Regel nicht mit der Intention verbunden, etwas zu lernen, und anders als bei Lern- und Edutainmentsoftware reklamieren die Produzenten bei Computerspielen auch keine pädagogischen oder didaktischen Vermittlungsabsichten. Doch in letzter Zeit wird immer häufiger auf postive Lerneffekte und Kompetenzgewinnen durch das Spielen von Computerspielen aufmerksam gemacht. Bedenkt man das Computer- und Videospiele nicht nur neue Medien sondern auch neue Spiele bzw. neue Spielzeuge darstellen sind diese Erkenntnisse längst überfällig. Spiele gelten nämlich seit langem als relevante Mittel des informellen Lernens und der beiläufigen Kompetenzentwicklung. Beispiele dafür sind Schach, Memory oder auch das einfache kindliche Rollenspiel.
Computerspielnarrativität 12. Januar 2009
Posted by pe2pe in Computerspielliteralität.Tags: Computerspielliteralität, Creative Gaming, Sozialisation
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Dass auch Computerspiele eine narrative Instanz besitzen ist hinlänglich bekannt. Klassiker wie Resident Evil oder Tomb Raider waren sogar erfolgreiche Hollywood-Produktionen. Trotzdem findet dieses Thema bisher wenig Beachtung in der Forschung. Die Literalität von Internettexten, die mit links und verschiedenen anderen Verknüpfungsmechanismen arbeiten ist in der Forschung sehr präsent. Warum aber beschäftigt sich niemand mit der Literalität von Computerspielen. (weiterlesen…)
Computerspiele als Sozialisationsinstanz 10. Januar 2009
Posted by planetgolm in Computerspielliteralität, Informelles Lernen, Sozialisation.Tags: Informelles Lernen, Killerspiele, Lernen, Resümee, Sozialisation, Theorie
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Die Sozialisation meint im Bezug auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen die in soziale Praxen eingebundenen Lernprozesse, denen keine bewussten Vermittlungsabsichten zugrunde liegen. Der Begriff der Sozialisation weist also offenbar Überschneidungen mit dem Begriff des informellen Lernens auf und wird somit auch für unser Projekt interessant. Aus den verschiedenen Publikationen, die Computerspiele eine sozialisatorische Bedeutung zusprechen, lassen sich in Anlehnung an in Anlehnung an Fromme (vgl. [1]) zwei unterschiedliche Positionen herausarbeiten. Diese sich teilweise kontrovers gegenüberstehen Perspektiven werden im Folgenden an ausgewählten Beispielen vorgestellt. (weiterlesen…)
Konferenz zum Stand und zu Perspektiven der Computerspielforschung 5. Januar 2009
Posted by pe2pe in Computerspielliteralität, Game based Learning, Informelles Lernen, Kompetenzerwerb, Schulischen Kontexte, Sozialisation, Weitere Forschungsfelder.Tags: Forschung, Tagung
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Vom 18. März bis 21. März 2009 wird in Magdeburg eine Konferenz zum aktuellen Stand der Computerspielforschung stattfinden. Einen kurzen Überblick über den Ablauf und eventuelle Inhalte findet ihr hier: Hinweise.
Unter anderem soll es auch um die Entwicklung einer eigenen Computerspiel-Literalität gehen. Ansonsten stehen vor allem die Verhältnisse zwischen Spiel und realer Welt und Spiel und Spieler auf dem Tagungsprogramm.