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Computerspiele als selbstreferentielle Lernumgebung 3. April 2009

Posted by planetgolm in Computerspielliteralität, Informelles Lernen, Kompetenzerwerb.
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Wie in fast allen Forschungsansätzen, die sich mit der Beziehung von Lern- und Bildungsprozessen im Zusammenhang mit Computerspielen beschäftigen, gibt es auch bei diesem Ansatz kontrovers diskutierte Ergebnisse.

Hans Rudolf Leu vetritt dabei die These, dass die Auseinandersetzung mit Computerspielen Lernprozesse anreget, die primär im Kontext der Spiele selbst verbleiben. Dies zeigte sich in Untersuchungen zu Beginn der 90er Jahre (vgl. [5] und [6]).

“Die Kinder üben so, mit unvollständig verstandenen oder für sie teilweise unklaren Situationen umzugehen, indem sie aus einem großen Spektrum von Vorgaben auswählen und bestimmte Sequenzen mit einem intensiven feinmotorischen Training “einfuchsen”. Eine eigenständige Entwicklung von Handlungsvorstellungen und -zielen ist dabei nicht gefragt. Ebensowenig kommt es dadurch zu einem über pragmatisches Erkunden und Beherrschen hinausgehendem Verstehen [8]“. (weiterlesen…)

Spielend schlauer 30. März 2009

Posted by Sandra in Game based Learning, Informelles Lernen, Kompetenzerwerb.
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Den Titel “Spielend schlauer” gab Nadia Kraam-Aulenbach einer zusammenfassenden Arbeit zur Forschung über Problemlösungsprozesse beim Computerspielen. Der ausführliche Forschungsbericht ist ebenfalls online einzusehen. Die Forschung beschäftigt sich mit den kompetenzförderlichen und auch -hemmenden Potenzialen von Computerspielen und den Problemlösungsprozessen, die bei Spielern zur Anwendung kommen.

Nach einer Voruntersuchung und einer kleineren empirischen Studie zu den Denk- und Problemlösungsprozessen bei Kindern im Computerspiel, fand die eigentlich Studie von Januar 1998 bis Oktober 1999 an der Fachhochschule Köln statt.  Teilnehmer waren 117 Jugendliche und Erwachsene mit einem Schwerpunkt bei den 14- bis 16-jährigen, die jeweils fünf Sitzungen mit ca. 2 Stunden absolvierten. Zur Anwendung kamen narrative Interviews, Fragebögen und Beobachtungsbögen. Anzumerken ist, dass die Probanden in den Sitzungen Spiele spielten, die zuvor einer Eignungsprüfung unterzogen wurden, um ihren Sinn für die Forschung sicherzustellen. Folgende Spiele wurden genutzt:

  • Warcraft 2
  • Age of Empires
  • Die Siedler II
  • Sim Tower
  • Imperialismus
  • Diablo
  • Descent 2

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Computerspieleunterstütztes Lernen 24. März 2009

Posted by Sandra in Computerspielliteralität, Game based Learning, Informelles Lernen, Kompetenzerwerb, Sozialisation.
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Im November 2004 beschäftigte sich Marian Dörk an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg in einer Seminararbeit mit dem Thema des Computerspieleunterstützten Lernens. Der Kritiker mag nun bemängeln, dass es sich lediglich um eine Seminararbeit handelt, doch sind die interessanten Fakten in dieser herausgearbeitet und sie bietet einen guten Überblick und Einstieg zu Spiel, Computerspiel und Lernen im Vergleich und Bezug zueinander. Damit zeigt sie auf, aus welchen Gründen Computerspiele eigentlich als Lerninstrumente fungieren können und welche Elemente sich für eine Einbindung in Lernsoftware, Unterricht und Erziehung - und somit in die Bildung - nutzen liessen.

Computerspiele faszinieren und machen Spass. Sie gelten als Freizeitbeschäftigung, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Viele Forschungen und Fragen beschäftigen sich mit den negativen Auswirkungen von Computerspielen, doch sollten im Hinblick auf Bildung vor allem die positiven untersucht werden. Eine Übertragung der Faszination und des Spassfaktors auf Lernprogramme, die somit zur Bildung genutzt werden können, wäre ein bedeutender Schritt zu einer Weiterentwicklung und Erneuerung der Bildung. Oft wird Computerspielen als sinnlose Tätigkeit abgetan, die Zeit von wertvolleren und wichtigeren Aktivitäten in Anspruch nimmt.  Doch betrachtet man die positiven Einflüsse und den engen Bezug zum Spielen im Allgemeinen, so lässt sich erkennen, dass Computerspielen keineswegs nur eine sinnlose Freizeitbeschäftigung ist.

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Kompetenzförderliche Potenziale populärer Computerspiele 18. März 2009

Posted by Sandra in Game based Learning, Informelles Lernen, Kompetenzerwerb.
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Bereits im Jahr 2005 beschäftigten sich Christa Gebel, Michael Gurt und Ulrike Wagner mit Computer- und Konsolenspielen und deren Potential zur Kompetenzförderung. In einem Forschungsprojekt wurden 30 der damals aktuellen Top-Spiele einer genaueren Untersuchung unterzogen. Konkrete Fragestellungen bezogen sich auf die Art der Kompetenzen, die Differenzierung der Spiele im Hinblick auf ihre jeweiligen Kompetenzförderlichkeiten und die Möglichkeiten diese nutzbar zu machen. Das Projekt sollte sowohl Ergebnisse liefern als auch eine Grundlage für weitere Forschungen und Arbeiten bilden. Auf der Seite des JFF – Institut für Medienpädagogik finden sich ein Überblick über das Forschungsprojekt, ein ausführlicher Ergebnisbericht und eine Kurzzusammenfassung des Projektes.

Ausgegangen wurde von der Vorannahme, dass Computerspiele durchaus kompetenzförderliche Potentiale besitzen, die auf verschiedenen Ebenen auf die Kompetenzen des Spielers wirken können. Um diese Potenziale sinnvoll einordnen zu können, wurden relevante Kompetenzdimensionen festgelegt, die als Grundlage der Einordnung der verschiedenen Spiele dienen. Auf dieser Grundlage wurde eine Gruppierung der Spiele nach den einzelnen Kriterien möglich. (weiterlesen…)

Computerspiele als Sozialisationsinstanz 10. Januar 2009

Posted by planetgolm in Computerspielliteralität, Informelles Lernen, Sozialisation.
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Die Sozialisation meint im Bezug auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen die in soziale Praxen eingebundenen Lernprozesse, denen keine bewussten Vermittlungsabsichten zugrunde liegen. Der Begriff der Sozialisation weist also offenbar Überschneidungen mit dem Begriff des informellen Lernens auf und wird somit auch für unser Projekt interessant.  Aus den verschiedenen Publikationen, die Computerspiele eine sozialisatorische Bedeutung zusprechen, lassen sich  in Anlehnung an in Anlehnung an Fromme (vgl. [1]) zwei unterschiedliche Positionen herausarbeiten. Diese sich teilweise kontrovers gegenüberstehen Perspektiven werden im Folgenden  an ausgewählten Beispielen vorgestellt. (weiterlesen…)

Zwischen Immersion und Distanz 9. Januar 2009

Posted by planetgolm in Informelles Lernen.
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Johannes Fromme, Professor für erziehungswissenschaftliche Medienforschung an der Universität Magdeburg, hat einen sehr interessanten Artikel über das Lern- und Bildungspotenzial von Computerspielen geschrieben (vgl. [1]). Er konzentriert sich dabei auf das informelle Lernen und die informelle Bildung mit oder durch Computerspielen und versucht diesen Zusammenhang in angemessener Weise zu beschreiben und systematisieren. Anders formuliert: Sein Fokus liegt auf Lernprozesse die durch das Erlernen eines Computerspiels angeregt und ermöglicht werden oder eben gerade nicht.

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